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Noch was dazu. Bestimmte Stufen unterliegen extremen Wertschwankungen. Zum Beispiel werden in China die tollsten Stufen gefunden (obwohl dort sehr aggressiver Raubbau an der Natur betrieben wird). Das macht den Preis z.B. für wirklich rare alpine Stufen kaputt. Der Käufer sieht nur die herrlichen Steine, nicht die Arbeit, die bei der Bergung erforderlich ist. Und gleich gar nicht die wirkliche Seltenheit der Stufe. Wirkliche Kenner zahlen angemessene Preise, Sammler (ich möchte nicht persönlich werden, tschuldigung) nehmen was sie kriegen können, Hauptsache billig. Vielleicht ein Beispiel: Sugilith aus Japan war vor 25 Jahren ein wirklich billiger Stein. Dann wurde die Mine ausgebeutet und der Preis stieg. Nun ist von da nix mehr zu bekommen, heute sind selbst für die miesesten Steine mit garantiertem Fundort Japan dreistellige Beträge für 100 Gramm Bruchmaterial fällig! Bergkristall aus Arkansas, ehemals richtig gut und teuer, heute verkommen die Stufen in der Ramschecke, Billigware obwohl schöne Stufen wirklichen Wert haben der jedoch niemals gezahlt wird.
Der Wert von Mineralien, Trommelware oder Stufen schwankt mehr als Aktienkurse, es gibt weltweit kein Regularium. Nur Nachfrage und Angebot und eine total verzerrte Werbestrategie für Steine regeln den Preis. Ich klammere hier bewußt reine Sammlerbörsen mal aus.
Dann gibt es noch die Sache mit Fälschungen, bewußtem Aufkaufen kompletter Minen und Vorräte...
Egal, wir sollten uns an den Steinen freuen, die wir haben, der Wert ist nicht so entscheidend. Auch die kleinste Stufe kann einem persönlich sehr viel wert sein, nicht in Euro ausgedrückt. Sehe das doch so, sehe nicht den Wert als Geld, sehe den Wert als Sammlung für dich, als deine Freude an den Steinen. Sammlungen sind seltenst eine Wertanlage, das muß dir klar sein!
LG Realgar
_________________ Die Steine waren schon da, als es uns noch nicht gab, sie werden immer noch sein, auch wenn es uns nicht mehr gibt! Bin Mitglied im "Steinheilkunde e.V."
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