Hallo ihr Lieben,
gestern hat es mich in einer fünfstündigen Tour zu unserem Steinbruch gezogen (nachdem ein leiber Fori mich ein wenig drauf aufmerksam gemacht hat) und dort habe ich wunderbare Steinchen gefunden. Aber der Reihe nach.
Am "Eingang" des Steinbruchs haben mich zwei riesige Felsblöcke erwartet (und ein Auto in dem ein Mann seelenruhig geschlafen hat).
Einmal der hier. An dem sieht man schon ganz deutlich die lange und breite Kristallfäche. Ich dachte, ich sehe nicht richtig.

Und einmal der hier. Von außen sah der ganz unspektakulär aus.

Als ich jedoch näher kam und mich bückend umsah, entdeckte ich diese schönen Kristalle

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Ich muss zugeben, ich hab an den Steinchen ein bisschen gerüttelt und gezogen und konnte diese Prachtstückchen mit nach Hause nehmen. Sie sind sehr fein und zerbröseln leicht. Mittlerweile hab ich 3 Daumengroße Steinchen und zwei kleine Splitter, die vom goßen Stein abgerieselt sind:





Kann ich die Kristalle wohl in Aquariensilikon drücken? Ich hab Sorge, dass, wenn sie so rumliegen und ich sie ständig in die Hand nehme, sie irgendwann immer kleiner und kleiner werden. Oder wie nennt sich diese weiße Masse, wo man Edelsteine reindrückt?
Sooo, und nun komme ich mal zurück auf den ersten Felsblock zu sprechen und seiner "Mineralienplatte". Weiß jemand, was das für Kristalle sein könnten? Sie sind blassgrau-blasslila. Sind es einfach Calcite, die verfärbt sind?




Weiter ging es vorbei an einem alten, leergeräumten Häuschen (worin ein Obdachloser gesessen hat, deshalb hab ich es mal nicht fotographiert) und diesen hübschen Blümchen, die mich sehr an kleine Dahlien erinnern:

Man sieht, dass dort mal ein Zaun war, der runtergedrückt wurde... dabei hörte der Zaun fünf Meter weiter links auf

Da war wohl jemand so gierig auf die Pflänzchen, dass er weder links, noch rechts geschaut hat, sondern einfach den Zaum umgenietet hat.
Dann ging es weiter zum eigentlichen Steinbruch. Nachdem ich eine halbe Ewigkeit am Zaun entlang gerannt bin, habe ich ein Schlupfloch gefunden und konnte, teils am Boden liegend, diese, für mich interessanten, Fotos schießen:






Ich hab angenommen, in dem Steinbruch täte sich nichts. Über eine Vierstelstunde war ich dadrin, ohne jemanden gesehen zu haben. Alle Machinen standen still, keine Menschenseele weit und breit, bis auf einmal von rechts aus den Hauptgebäuden ein Jeep über die Piste gedüst kam - auf mich zu. Au wei, im Nachhinein kann ich mich gar nicht erinnern, wie ich es geschafft habe so schnell meine Fotoknipsiergerät zu verstauen und unter dem Zaun durchzurobben

. Was war ich plötzlich schnell im Unterholz verschwunden, hier und da hab ich mir ein paar blutige Schrammen zugezogen, ein paar Zecken habe ich auch abbekommen, wie ich abends feststellte... und so hockte ich dort im Unterholz und hab gelauscht. Erst dachte ich ja, ich bilde mir was ein, der Fahrer ist nur so da lang gefahren, aber dann hab ich tatsächlich Autotüren zuschlagen gehört. Hat mich wohl doch dieser jemand gesehen und mich nun gesucht? Nun ja, wie dem auch sei... nach einigen Momenten der Ruhe hab ich mich langsam den Abhang wieder hochgekraxelt und geschaut und gehört... keine Menschenseele weit und breit. Also schnell die Beine in die Hände genommen und bin auf und davon in den angrenzenden Wald, wo ich es mir hierauf erst mal gemütlich gemacht habe:

Und wie ich nun weiß, habe ich einen schicken roten Granit mit aus dem Steinbruch genommen. Hat sich die Aufregung und Flucht doch etwas gelohnt

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Habe noch andere Steine mitgenommen, die ich aber nicht fotographiert habe. Es sind gräuliche mit weißen Dolomitrissen.
So, und da ich scheinbar nicht allzu früh wieder den Donnerkuhler Steinbruch besuchen werde, hab ich auch schon den nächsten in der Nähe gefunden: in Hohenlimburg-Oege. Wenn das Wetter etwas besser ist und meine Blessuren verheilt sind, werde ich den mal in Angriff nehmen.
Liebe Grüßchen, Moqui-Lise