Hallo!
Also, am Wochenende war ich wieder zu "meinem" Feld hin unterwegs, um noch einen "Nachschlag" an Dendritenopalen zu holen.
Gut, ich hatte beim letzten Besuch, wie berichtet, doch viiiiele Steinchen gefunden und rein von der Menge hätte ich ja schon genug, aber es ist eine besondere Gier,
die mich dazu treibt, noch mehr davon auszubuddeln....
....die
Neugier!
Ich will einfach wissen, was da noch alles unter der Erde steckt und zum Vorschein kommt.
Also bin ich mit etwas geeigneteren Werkzeug losgezogen. Das Wetter spielte noch einmal gut mit, nur war der Wind diesmal ziemlich stürmisch...
Da ich die Fundstelle letztesmal markiert hatte, war sie schnell gefunden und nach zwei Minuten graben konnte ich schon den ersten Stein aus dem Felsen brechen.

Die Stelle ist idealerweise am Feldrand und weder groß noch tief, sodass ich absolut keine Bedenken hatte, hier irgendeinen Schaden anzurichten.
Das nächste Foto zeigt einen Blick in die Grube, der helle "Fleck" ist Opalfels, der unter der Erde hervorleuchtet...

Hier zwei Opalchen, im Hintergrund die Grube:

Findet man nicht den anstehenden Felsen (was ja dort eher vorkommt!), kann man auf dem feld Steinchen suchen, bei diesem einen Feld liegen sehr viele Opale herum, ein Indiz dafür,
dass der Opalfels nur knapp unter der Oberfläche liegen muss!

Die weißen "Flecken" am Feld sind allesamt Opalsplitter!!

(von mehr oder weniger guter Qualität)
Von meiner "Primärfundstelle" hab ich gerade mal so viel mitgenommen

...

(der Rucksack ist auch voll...) und die "Baustelle" hab ich SO hinterlassen:

(...die Steinchen rechts am Feldrand hab ich allerdings schon mitgenommen!

)
Sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein, dass man gebuddelte Löcher wieder zuschaufelt, leider sind viele "Sammler" allerdings dann zu faul oder zu ignorant,
und so gibt's immer wieder verärgerte Grundbesitzer!
Bei einem anderen Feld entdeckte ich etwas auf den ersten Blick "normales": eine kleine Kapelle mit einem Baum dazu.
Das ist in ländlichen Gegenden beinahe allgegenwärtig.

Auch das Motiv der Kapelle ist oft zu sehen, obwohl die Ausführung doch eher "modern" anmutet:

Bei näherer Betrachtung sieht man, dass das kein Gemälde ist, sondern ein Steinmosaik(!) mit etlichen Steinsplittern von den Feldern aus dieser Gegend!

Also gibt's doch Leute dort, die sich der Art der dort gefundenen Steine durchaus bewusst sind!
Bei der Heimfahrt bin ich noch einmal stehengeblieben, um dieses Idyll festzuhalten:

Hier im oberen Waldviertel lässt man den Bächen und Flüssen weitgehend ihren freien Lauf, man lässt sie in Mäandern fließen, mit einem großzügigen Überschwemmungsraum,
die Häuser stehen dann erst auf sicheren Anhöhen.
Sieht man mittlerweile selten, überall werden die Flüsse "eingefasst", damit man auch das natürliche Überschwemmungsgebiet besiedeln kann.
Dass das nicht immer gut geht, hört und sieht man beinahe jedes Jahr!!

Klemens
PS: Gegenwärtig hab ich meine Funde im Garten deponiert, wer Lust hat, kann vorbeikommen und sich ein Stück aussuchen....
