Ihr Lieben,
am Donnerstag nachmittag, bei schönstem Wetter, war ich wieder mal an der Isar unterwegs, diesmal mehrin Richtung Süden.
Und stellte fest, dieses Jahr ist die Isar absolut nicht "Steine-Hergebe-freundlich", so viel, wie wir dieses Jahr Hochwasser haben... und die "Brühe" in der Isar ist ziemlich reißend...
Mitten auf dem Weg ging's nicht weiter:


das ganze von etwas weiter oben:

dann nach einer Weile wieder weiter unten am nächsten Uferweg (der ganz unterste stand sowieso weit unter Wasser, da war gar kein Hinkommen oder Steinchen-Sammeln möglich!):

Der Blick ringsum weiter - normalerweise ist zwischen Baum und den Büschen links der unterste Uferweg:

Hier geht mal wieder ein Stück unterer Uferweg weiter, relativ trocken:

Allerdings an diesem Fleck, am Wegrand, stand ich grad' 20-30 cm vom rauschenden Fluss entfernt auf dem noch halbwegs trockenen Weg - aber wie lange der noch begehbar bleibt, beim nächsten Regen, sei dahingestellt...

Noch eine "Etage höher", da ist nichts mehr überschwemmt, aber die Isar auch schon weiter weg, man sieht sie in der Ferne:


das ist der "oberste Kamm" dieser Landzunge in der Isar, der so hoch liegt, dass er nicht überflutet wird, dafür sieht und hört man da den Fluss nicht mehr, es ist eher wie im Park oder fast Wald:

Ein Pfützen-Laub-Stilleben:

An den oberen Wegen war dafür Farbe für's Auge geboten:
Springkraut:

Ein einzeln stehendes gelbblühendes Pflänzchen (erinnerte mich irgendwie von der Blüte her mit den roten Staubgefäßen an Johanniskraut, aber das kann's ja nicht sein, oder? Mein Pflanzen-Bestimmungsbuch hab' ich grad' verliehen...)

Odermenning oder so, einmal mit Besuch:


Fast wie eine Ampel quer:

Die Goldrute hat sich auch immens ausgebreitet, scheint aber für die "geflügelten" extrem lecker zu sein, nach dem Besucheransturm und Gebrumme überall da zu urteilen:





Diese Knöllchen standen mitten in der Sonne, total hell, so dass sie leider z. T. überbelichtet wurden:

Flockenblume:

Und noch ein Blütchen mit Besuch:

Eine blaue Blüte:

Auch Herbstfrüchtchen gab es genug:

die "Brummbären" wollte ich allerdings nicht pflücken, das "Umfeld" war etwas stachelig...

Auch eine Krähe auf der Wiese ließ sich von meinem Spaziergang nicht stören:

Und sogar ein ganz kleiner beeilte sich, als er meinen Fotoapparat bemerkte, schnell noch "Kuckuck" zu sagen:

An Steinchen-Sammeln ist nicht zu denken, die "guten Stellen" stehen alle tief unter Wasser, weiter oben ist's uninteressant...
aber ein leicht-überflutetes Stilleben habe ich dennoch gefunden:

Nun, bereits ziemlich am Ende meines Weges lag ein ziemlich großer Stein herum, ich wollte schon achtlos vorbeigehen...

da bemerkte ich, oh, es glitzert in dem Stein 'was in der Sonne, das muss ich mir näher ansehen:

Und ich schaffte auch, ihn herumzudrehen und anzugucken...

wobei ich feststellte, er ist ja von Calcit-Adern durchzogen - die glitzern so... und man kann sogar Drüschen finden:

und noch eine:

und noch eine wunderschöne:

Zum Mitnehmen ist der Stein viel zu schwer - aber ich hab' doch immer meinen wirklich kleinen Meißel dabei, vielleicht kann ich da ein Drüschen herausholen und mitnehmen?? Hmm, Hammer hatte ich keinen dabei - aber ringsum lagen ja genug harte Steine als Ersatz dafür herum... ich probierte's also... das "Umgebungsgestein" war sehr hart, da war nicht viel "zu holen"... die Calcitadern selbst aber so weich, dass die Kristalle sofort abbrachen, wenn ich versuchte, an deren Übergang zum Umgebungsgestein mit dem Meißel anzusetzen... man hätte wohl einen größeren Meißel und einen Hammer, also "ordentliches Werkzeug" gebraucht, um da am Umgebungsgestein zu werkeln - und wenn man dann noch wüsste, wie man's am einfachsten spaltete, wäre's sicher möglich gewesen... so hab' ich nur ein paar kleine abgebrochene Kristalle "geerntet", sozusagen als "Probiererle" für's nächste Mal...
aber hier sieht man die Kristalle nochmal richtig schön "vor Ort":

Liebe Grüße
Thuja