Hallo!
Nachdem da einige Foris hoffnungslos unheilbar Steinchen verfallen sind, die
Regenbögen in ihrem Inneren beherbergen, versuche ich einmal, dieses Phänomen
zu erklären.
Dazu muss ich mein peinlicherweise komplett verstaubtes Schulwissen hervorkramen, aber
in den wenigen wachen Momenten meiner Schulzeit ist ja doch ein wenig hängengeblieben
Diese Regenbögen haben mit dem Stein an sich nichts zu tun, sie sind nur ein optischer Effekt,
also ist die Physik zuständig (du meine Güte, was habe ich mir da wieder angefangen!!

)
Sicher habt ihr schon beobachtet, dass zB Bergkristall, der in die Sonne gestellt wird, zum Teil
Regenbögen wegstrahlt, genau so wie ein Brillant, ein Swarovsky-Kristall und so.
Hier wird das eintreffende weiße Licht beim Eintritt in seine Spektralfarben zerlegt und an geeigneter Stelle
tritt der Regenbogen wieder aus dem Objekt - vorausgesetzt, das Objekt ist glasklar, rein und hat glatte
Flächen. Sonst wird das Licht nur zerstreut und bleibt weiß!
Hier mal ein Versuch einer Zeichnung:
Bei den so beliebten Regenbögen IM Kristall geht das etwas anders.
Voraussetzung dafür sind Spannungsrisse im Kristall oder eine Wachstumsnaht von zwei aneinanderliegenden Kristallen.
Diese Spalten dürfen nur wenige tausendstel Millimeter(!) "dick" sein, sonst funzt das ganze nicht!
Tritt ein Lichtstrahl in diesen Spalt ein, dann wird er zum Teil wieder und wieder reflektiert (= Totalreflexion).
(Das ist aber nur in einem bestimmten Einfallswinkel möglich, deswegen ist ein Rebo auch nur bei bestimmten
Blickwinkel sichtbar!)
Dabei wird das Licht in die Spektralfarben zerlegt, so entsteht ein Regenbogen.
Da das Licht aber IM Spalt verbleibt ist der Regenbogen nur IM Stein sichtbar!

Wenn der Winkel nicht passt oder der Spalt zu dick ist, kommt es zu keiner Lichtbrechung und damit auch
zu keinem Regenbogen!!
Soweit einmal ein hoffentlich verständlicher Versuch, den Rebo zu erklären!!

Klemens