Liebe Heike,
wenn ich "Unterstützung" schreibe, meine ich damit nicht automatisch einen Therapeuten oder Arzt. Das kann genauso gut ein Heilpraktiker, eine schamanisch arbeitende Person, ein Freund oder sonst wer sein (Bruder, Schwester, Mutter...).
Da ich Raphael nicht kenne, möchte ich mir kein Urteil über seinen "Zustand" erlauben und damit Ratschläge geben, die ich evtl. nicht verantworten kann. Und da er geschrieben hat, dass er versucht hat, sich an einen Therapeuten zu wenden, gehe ich davon aus, dass er Hilfe von außen gesucht hat. Manche schaffen es sicherlich, mit allem alleine klar zu kommen - das kann ich in Raphaels Fall, da ich ihn wie gesagt nicht persönlich kenne, nicht beurteilen.( Mittlerweile hat er ja geschrieben, dass er mit Hilfe seines Freundeskreises auf einem guten Weg ist)
Wenn man sich Fremden mitteilt, schreibt man eh`selten alles, insofern weiß man nie, was sonst noch dahinter steckt. Und eine Verstimmung kann auch recht schnell in eine richtige Depression umschlagen - deshalb bin ich einfach, aus der Praxis der Erfahrung heraus, vorsichtig damit, mir aus 2-3 Beiträgen eine Meinung zu bilden.
Grundsätzlich als positiven ersten Schritt sehe ich es, das man das Problem erkannt hat, bzw. erkannt hat, dass man ein Problem hat.
Genausowenig wie ich mir einen Stein aufkleben kann und dann denke, jetzt ist alles gut, kann mich ein Arzt o.ä. "heilen".
Thomas hat das sehr schön ausgedrückt:
"Therapeuten sollte man "nur" als Hilfe zur Selbsthilfe sehen!
Ich möchte mir jedoch nicht anmaßen, zu beurteilen, wer schafft es alleine und wer eher nicht. Das können andere machen, die das jahrelang im Studium gelernt haben und ein guter Therapeut kann das dann eigentlich auch.
Ich bin auch der Meinung - mehr Ärzte, mehr Kranke, ich bin aber auch froh, mich ab und zu an jemanden wenden zu können, wenn ich oder der HP nicht weiterkommen. Meine Galle hätte ich mir z.B. nicht gerne von einem Heilpraktiker entfernen lassen wollen
Liebe Grüße
Sabine