NICHT EMPFEHLEN KÖNNEN WIR EINEM ANFÄNGER (und da ist sich das Forumsteam einig

)
folgendes Buch:
Das Große Lexikon der Heilsteine, Düfte und Kräuter
(kein Autor)
Methusalem Verlag, ISBN: 3-9804431-0-8, 1. Auflage 1994
Dieses Buch ist ein hübsches Märchenbuch mit einer Ansammlung skurriler Geschichten, Halbwahrheiten und schlichtweg falscher Angaben.
Es gibt auch keinen Autor, sondern ein Autorenkollektiv (ich würde meinen Namen auch nicht unter dieses Ding setzen wollen ). Dass es sich "Lexikon" nennt, ist für mich überhaupt ein Paradoxon.
Meine liebsten skurrilen Geschichten:
Sugilith: "Aids fürchtet sich vor Sugilith"
Schwarze Jade: in die grüne Jade ist der Teufel gefahren, dadurch wurde sie schwarz. Mit der Farbe zeigt die Jade an, dass der Teufel in ihr wohnt.
Natürlich darf man diesen Stein auf gar keinen Fall verwenden.
Diagnoseapparat Herkimer Diamant: man lege einen Herkimer am Abend in ein Schnapsglas mit Wasser und trinke dieses am nächsten Morgen: wenn einem schlecht wird oder man Sodbrennen bekommt, dann sollte man zum Arzt gehen, da Verdacht auf Aids oder Krebs besteht.
Auch die Krankheiten im Index, zu denen Steinempfehlungen abgegeben werden, sind ein Hit:
"Hirnschwund"
"Verblödung" usw.
Zu guter letzt sind manche Angaben schlichtweg falsch und gesundheitlich bedenklich wie z. B. das Teekochen aus Malachit (Malachit ist ein Kupfermineral und damit für die Gesundheit bedenklich. Wer will schon Grünspan trinken?)
Dieses Buch hat auch eine sehr interessante Entstehungsgeschichte: es ist quasi als Verkaufskatalog eines Händlerkollektivs entstanden und sollte genau einem Zweck dienen, den Verkauf von Steinen anzukurbeln. Es ist also in etwa mit einem Versandhauskatalog zu vergleichen.
Allerdings war es eines der ersten Steinebücher am Markt und einige der Geschichten aus diesem Buch halten sich leider bis heute mit einer erstaunlichen Hartnäckigkeit am Markt - sogar unter Steinehändlern!