Sehr schöne Worte von euch dazu.
Ja, ich weiß sehr wohl, dass ich mich selbst mit meiner Wut vergifte. Das ist ein sehr schweres Problem aber wie gesagt hilft es nicht, die Wut zu unterdrücken oder wegzudrücken, denn das Gift, dass nun wenigstens verteilt und abbaubar ist, hatte sich sehr kompakt in meiner Leber gesammelt und das ist wirklich langfristig destruktiv.
Ich möchte auch nicht, dass der Eindruck entsteht, dass ich gerne wütend bin, das ist nicht der Fall aber die Wut ist da und ich lasse sie raus, damit ich erkennen kann, was dahinter steht und mir ist auch klar, dass ich mich letztlich nur gegen die Traurigkeit schütze, die durch das Fehlen meiner Mutter entstanden ist aber um an diesen grundlegenden Gefühlen zu arbeiten MUSS ich mich nunmal zunächst durch den dicken Panzer aus Wut durcharbeiten.
Es ist kein leichtes Thema aber ich möchte es endlich abschließen können. Ich will ja meiner Mom vergeben aber es ist einfach noch nicht möglich. Noch bin ich in diesem Prozess und ich gehe diesen Weg bis zum Ende und am ende wird die Vergebung stehen, da bin ich mir sicher. Nur müssen dazu auch alle entstandenen Energien aufgearbeitet werden.
Jetzt aber erstmal noch das Foto. Ist ein bisschen scheu der Kleine.

Die vergangenen Tage waren sehr hilfreich für mich, denn ich trenne mich nun von meiner Mutter und sehe auch in meinem Umfeld, dass viele meiner Freunde sich ähnlich von ihren Eltern distanzieren. Nicht dass man sie aus dem Leben verbannen möchte aber ich will es schaffen, meine Eltern als das anzusehen was sie sind und den kindlichen Blick auf sie verlieren. Mit meinem Vater habe ich das schon geschafft und ich bin sehr glücklich darüber, dass ich ihn als einen Begleiter sehen kann. Die Seele meiner Mutter kenne ich seit Urzeiten und es ist eigentlich immer schief gelaufen zwischen uns. wie hätte es denn diesmal klappen können?
Ich erfahre sehr viel über mich und erkenne, dass ich viele Fehler meiner Mutter übernommen habe, die ich nun, da ich mich dem Thema stelle, endlich verändern kann. Vorher störten mich diese Fehler selbst sehr bei mir und ich konnte sie nicht bearbeiten, weil es für mich unmöglich war, die Erziehung meiner Mutter in Frage zu stellen. Irgendwo erkenne ich, dass ich die alte Beziehung zu meiner Mutter loslassen muss, um mich selbst überhaupt ändern zu können, ich spüre aber auch, dass es die momentane Beziehung zu meiner Mom sehr belastet. Nun, da müssen wir leider durch.
Es tut sich viel durch die Arbeit an dem Thema und in diesem sinne war es meine erste Tat in diesem neuen Jahr, dass ich es endlich geschafft habe das Muster meiner Mom zu durchbrechen immer stark sein zu müssen und meine Gefühle nicht anderen Menschen zu zeigen um sie nicht zu belasten. Meine Freundinnen waren sehr froh darüber, dass sie mir endlich mal helfen können.
Mal nebenbei muss ich auch drauf hinweisen, dass hier mein Petalit-Wässerchen sehr kräftig mitwirkt. Eigentlich müsste ich die Überschrift ändern. Es ist eine sehr gute Kombi für solche Themen, so ist mein Gefühl. Also habe ich heute ein Wässerchen nur mit Disthen und Petalit angesetzt. Im Grunde klar, der Petalit schützt mich auch davor, vollkommen durchzubrennen und gibt mir die Chance damit, meine Vergangenheit zu betrachten. Der Disthen hilf dann mit den Gefühlen besser klar zu kommen und erdet alles was ich loslasse.
Ich spüre, dass die wut schon sehr stark nachgelassen hat, also war der Schritt sicher nicht so verkehrt. Ich habe mal drauf getestet und ich hab jetzt knapp 30 % der Wut auf meine Mom aufgearbeitet. Wird wohl noch nen Monat oder zwei dauern aber dann denke ich, dass ich sie auch wieder gerne in den Arm nehmen kann und ich freue mich sehr darauf.
Liebe Grüße und vielen Dank für die hilfreichen Tipps.
Und ein frphes neues Jahr
