Hallo Sunny!
Bevor du noch mehr zu

und

anfängst:
Also, wenn du mich fragst - deine madegassischen Karneole sind alle echt und unbehandelt.
Der Karneol aus Madagaskar ist so einzigartig schön, und hat deshalb auch einen hohen Wiedererkennungswert.
Auch ist mir nicht bekannt, dass aus Madagaskar behandelte Karneole kommen.
Das scheint mir eine Machenschaft der brasilianischen Steineindustrie zu sein.
In Brasilien gibt's ja reiche Achatvorkommen, viele davon in Grau- und Brauntönen.
Die werden dann mit Farbe *aufgepeppt*, damit sie verkauft werden können - sonst wird's ja fad!
In Madagasar gibt es aber auch üppige Vorkommen von natürlichem Karneol - da ist das Brennen von Achat gar nicht notwendig!
Sunny hat geschrieben:
warum Steine gebrannt werden... dafür habe ich auch keine logische Erklärung,
Um sie "edler" zu machen und um sie teurer verkaufen zu können!
Beispiele:
So wie oben am Foto - Zoisit aus Tansania ist unansehnlich braun, das interessiert keinen.
Durch das Brennen wird er aber klarer und ändert die Farbe in das begehrte Blau-violett der äußerst seltenen
Zoisit-varietät *Tansanit*!!
Funzt aber nur bei Zoisit aus den Minen in Tansania! Echter Tansanit ist dort äußerst selten!
Karneol: Zu rot-orangen Achaten greift man lieber als zu grauen oder braunen. Die gibt's in brasilien häufig und
lassen sich dann auch nach der Farbveränderung leichter verkaufen.
(Auch dunkelblaue, grüne und -KOTZ!- pinke Achata sind gefärbt!)
Rubin: 90% der Rubine aus Südostasien (Myanmar, Thailand,...) haben unansehnliche rotviolette Farbzonen, die beim brennen verschwinden...
....sie werden durch und durch schön rot, was natürlich eine gewaltige Preissteigerung zur Folge hat!
Das Färben/Brennen von Achat oder das Brennen von Rubin ist übrigens NICHT deklarationspflichtig, soll heißen, es ist erlaubt und braucht nicht erwähnt werden.
Find ich nicht in Ordnung!
Beim Tansanit muss man es dazu sagen - aber die wenigsten machen das, da gebrannter von echtem Tansanit nur durch aufwändige gemmologische Untersuchungen unterscheidbar ist!

Klemens